Olivenöl

Willkommen in einer veränderten Welt!

Wir alle lesen gebannt die News und kollektiv sind wir plötzlich zu Dingen und Handlungen in der Lage, die vor dem Corona-Virus ausserhalb des Bereiches des Möglichen lagen.

Wenn alles gut geht, schaffen wir es möglicher Weise jetzt gerade zum ersten Mal als Menschheit kollektiv zu agieren und machen dabei den ersten wirklich gemeinsamen Lernprozess des ganzen Planeten durch. Und scheinbar ist es möglich, dass wir alle gemeinsam die selben Regeln einhalten und uns so früher oder später aus dieser beispiellosen Situation befreien.
So ist es, wenn plötzlich kollektives Vertrauen da ist. In diesem Fall zwar basierend auf Mangel an Alternativen, aber ich kann es beobachten.

Und mit “Vertrauen” ist das Stichwort gefallen, wo es um ein anderes, ein etwas kleineres WIR geht.
Denn damit meine ich uns, das Unternehmen Mani-Bläuel einerseits und Sie, die Konsumenten/Darlehensgeber andererseits. Ein WIR, wie es im Alltag des Wirtschaftslebens zwar vielfach besteht, aber so gut wie nie als solches erlebt wird. Und damit schließe ich an die Gedanken aus meinem Blog-Eintrag vom Januar an. Denn bei diesem unserem WIR handelt es sich auch um einen Entschluss zur Kooperation bzw. Solidarität, ganz ohne den Druck des Mangels an Alternativen.

Ein ganz und gar freier und tatsächlich auch wirklich kreativer Akt.

Mein etwas getragener Tonfall kommt von der Tatsache, dass unser Crowdfunding bzw. Crowd-Financing jetzt genau ein Jahr alt ist und uns in dieser doch relativ kurzen Zeit 250 Darlehensgeber tatsächlich die Summe von einer ganzen Million Euro gewährt haben.

Wenn ich also zu Beginn von einer veränderten Welt gesprochen habe, dann meinte ich eine mehrfache Veränderung, wie sie zu Jahresbeginn noch in keiner Weise vorauszusehen war:

1) dass sich unser Lebensstil krass verändert hat und wir alle zurückgezogen leben, home office machen und unsere Begegnungen mit Menschen stark eigeschränkt haben. Plötzlich ist Wertschätzung dessen, was unmittelbar vor uns und um uns ist, ein Thema. Aber auch, dass wir gefordert sind, mit dem Bedrohlichen der Situation zurecht zu kommen. Was heisst, dass wir uns selbst viel unmittelbarer begegnen, als in der bisherigen „normalen“ Welt der vielfältigen Selbstverständlichkeiten, die wir oft jetzt erst als solche begreifen.

2) dass Mani Bläuel zu den Unternehmen zählt, die in dieser schwierigen Zeit in der Lage sind, in gewohnter Weise produzieren und liefern zu können.

3) dass unser Olivenbäumchen-Darlehens-Modell keinen Vergleich mit anderen Geldanlagen mehr zu scheuen braucht, ganz im Gegenteil. Ein Freund sagte heute halb im Spaß zu mir: “Schreib ihnen doch, sie haben in das richtige Öl investiert”. Nun gut, das schreib ich mit Stolz und einem gewissen Schmunzeln.

4) dass die von uns angestrebte weitgehende Banken-Unabhängigkeit nun kein unerreichbares Ziel mehr ist.

5) dass wir der 2. Runde des Olivenbäumchen-Darlehens in Richtung der zweiten Million hiermit die Tore öffnen.

Des weiteren darf ich verkünden, dass wir in dieser ungewöhnlichen Situation eine gute wirtschaftliche Performance vorweisen können und auch die Vorausschau auf das gerade laufende Wirtschaftsjahr (1.7.2019 bis 30.6.2020) entsprechend positiv ist. Eine Neuerung ist, dass wir nach der Angleichung der Wirtschaftsjahre der beiden Firmen im Jahr 2019 das gesamte (konsolidierte) Bild recht einfach darstellen können und das hiermit auch tun.

Und es ist uns klar, was für ein Segen es ist, in diesen schwierigen Zeiten voll weiter arbeiten zu können.
Wie wir mit der Situation umgehen und was wir dazu denken, ist im letzten Blogeintrag vom 18.3.2020 zu lesen.

Mit guten Gedanken und Wünschen für die ganze Welt,

Ihr Fritz Bläuel im Namen des ganzen Bläuel Teams