Olivenöl

Zum Jahreswechsel – Prosit 2020!

Ein Jahr ging zu Ende, ein neues beginnt und Silvester ist immer ein ganz besonderes Datum, wo so richtig gefeiert wird. Bei Mani-Bläuel feiern wir sogar doppelt, denn ein wichtiges Ereignis kommt zeitgleich dazu, eines das uns sehr viel bedeutet:
nämlich, dass wir zum ersten Mal eine Zinsausschüttung an unsere Darlehensgeberinnen und Darlehensgeber vornehmen dürfen. Und damit meine ich alle die sich an unserem Projekt mit dem klingenden Namen “Olivenbäumchen-Crowdfunding” beteiligt haben. 

Der trockene neudeutsche Begriff „Crowdfunding“ kann in Wirklichkeit weder die pekuniäre, noch zwischenmenschliche, geschweige denn die emotionale Dimension dessen ausdrücken, was da in den letzten 10 Monaten passiert ist.

Das kommt daher, dass in dem Raum zwischen uns diese wertvolle und sicher auch seltene Kraft namens Vertrauen es ermöglicht, dass wir gemeinsam einen alternativen und etwas über die konventionellen Spielregeln der Finanzwelt hinausreichenden Weg gehen:

  • So fließt das investierte Geld direkt in unsere nachhaltigen Projekte.
  • So weiß die Anlegerin genau, wo das Geld arbeitet und was es bewirkt (ich berichte darüber auch regelmäßig in genau diesem News-Blog den Sie gerade lesen).
  • So hat der Anleger auch jederzeit die Möglichkeit mit uns zu kommunizieren – wir lieben und pflegen den Dialog.
  • So ist bei uns “sinnvoll angelegt” kein Slogan, sondern gelebte Wirklichkeit.
  • So bedeuten die gewährten Darlehen für uns Geld, hinter dem ein Name bzw. ein Mensch steht und keine Institution.

Konkret sieht das im Moment so aus:

Seit dem Start unseres alternativen Finanzierungsprojekts im März 2019 haben uns 160 DarlehensgeberInnen insgesamt € 730.000,00 an Darlehen gewährt.

Dank dieser Gelder konnten folgende Projekte bereits realisiert werden:

  • Anschaffung einer Maschine zum automatischen Verschließen von Olivengläsern unter Vakuum
  • Rückzahlung von 2 Bankkrediten
  • Finanzierung unseres neuen und nach 6 Monaten bereits 2-fach preisgekrönten biologischen extra nativen Olivenöls, mit besonders hohem Gehalt an Polyphenolen.
  • Unterstützung der Lehrgärtnerei “LYSOs Garten”, in der junge Griechinnen und Griechen mit besonderen Bedürfnissen zu Helfern im biologischen Gartenbau ausgebildet werden.

Geplant sind für das nächste Jahr:

  • Anschaffung einer Etikettiermaschine (die zusammen mit einer bereitstehenden Abfüllmaschine eine zusätzliche und leistungsstärkere Abfüllstraße ermöglicht)
  • Ausbau unserer Fotovoltaikanlage
  • Errichtung eines Gebäudes plus Maschinen für die Verarbeitung von Tafeloliven.

Und in den folgenden Schritten:

  • Weitere Senkung unserer Verbindlichkeiten bei den Banken

Last but not least gibt es auch eine Änderung:

  • Die geplante Wasserbohrung ist zunächst einmal verschoben, da sich unsere Gemeinde West-Mani seit der Wahl unseres neuen Bürgermeisters bemüht, das Thema Wasser eigenständig in den Griff zu bekommen. Wir lassen uns überraschen. 


Zu unserer Performance:

soweit wir das jetzt aus den Verkaufszahlen des letzten Jahres ersehen können,
haben wir wohl das absolute Rekordjahr hingelegt, was Verkäufe der Mani-Produkte anbelangt. Noch nie war die Produktpalette so breit und noch nie waren die Verkaufszahlen so gut. 

In Deutschland war ein Umsatz-Plus von über 20% zu verzeichnen, wobei ein Großhändler mit unseren Produkten sogar ein 80%iges Wachstum zu verzeichnen hatte. International insgesamt: über 15% Plus.

Vor allem bei den Oliven und Antipasti war ein starkes Wachstum zu sehen, was uns zusätzlich motivierte, die geplanten Investitionen in diese Produkte zu forcieren.

Das alles war möglich mit der Power der Olivenbäumchen-Darlehensgelder im Rücken.
In Dankbarkeit ist es uns nun eine große Freude, dass wir zum ersten Mal Zinsen auszahlen, bzw. Gutscheine versenden werden.

Noch ein paar Worte zu meinem Jubel über unsere tollen Umsatz-Wachstumszahlen:

Kaum hört man heute “Wachstum”, meldet sich das Nachhaltigkeits-Gewissen – jedenfalls geht es mir so – und fragt, hey was geht denn da ab? Gibt es nicht eh schon genug von allem? 

Unsere Gedanken dazu: Wachstum ist nicht gleich Wachstum. Wenn ein nachhaltiger Betrieb einen existierenden Bedarf an Öko-Produkten deckt, dann ist das etwas grundsätzlich anderes, als wenn eine konventionelle Firma durch strategisches Marketing und Werbung, Märkte und Bedarf für Produkte neu schafft und dann noch ausweitet. Wo Anlegern kurzfristige Gewinne versprochen werden, deren Sinn und Zweck für die Menschen und den Planeten oft mehr als zweifelhaft sind.
Doch wenn Öko-Produkte konventionelle Produkte ersetzen, ist das von Vorteil:

  • für die Menschen:  sowohl ganz unmittelbar für die in der Produktion als auch für die Konsumenten und für alle übrigen Bürger, denn auch diese zahlen die versteckten Kosten des konventionellen Landbaus über ihre Steuergelder – ganz egal ob sie das wollen und wissen. (Siehe PS)
  • für die Umwelt und dadurch auch
  • für’s Klima

In unserem Fall handelt es sich bei steigenden Verkäufen um das Bestreben, genau diesen Wechsel voranzutreiben. Und natürlich geht es auch darum, alle diejenigen, die unsere Produkte kaufen wollen, damit versorgen zu können. Ziel ist, eine annähernd flächendeckende Verfügbarkeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu erreichen.

In diesem Sinne Prosit Neujahr und auf weitere prosperierende Jahre,

Fritz Bläuel & Familie sowie das ganze Mani-Team!

PS
zu den versteckten Kosten der konventionellen Landwirtschaft siehe zB:
https://www.weltagrarbericht.de/aktuelles/nachrichten/news/de/33390.html